Schellberg-Trio

Rike Kohlhepp_Violine

Stefan Hülsermann_Klarinette

Martin Stortz _Klavier

Es ist ein im Besonderen ausgewogener Klang, den das Schellberg-Trio durch sein Spiel hervorruft, ein Hörerlebnis allererster Güte mit einer Grundierung, die das Trio immer wieder neu auslotet. Sein diskursives Nachdenken über die kompositorischen Eigenheiten, seine leidenschaftliche Suche nach den Nuancen in den musikalischen Charakteren mündet in einen überwältigenden gemeinsamen Ausdruck. Das Schellberg-Trio berührt durch seine klangliche und persönliche Präsenz. Seine Spielfreude steckt an und wird mit einer ganz eigenen schönen Logik zur Hör-Freude.
Rike Kohlhepp, Stefan Hülsermann und Martin Stortz verbinden sich unabhängig voneinander in intensiver Weise mit zeitgenössischer Musik. Sie arbeiten mit Komponistinnen und Komponisten zusammen, improvisieren und führen eigene Kompositionen auf.
Die Schellbergstraße in Stuttgart hat dem Trio seinen Namen gegeben. Ein charmant lakonischer Ausdruck von existentieller innerer wie äußerer Bewegung: Kohlhepp, Hülsermann und Stortz lernen sich in Momenten biographischer Veränderungen zwischen Stuttgart und Kassel kennen. Diese Dynamik setzt die Dynamik der Lust auf künstlerische Zusammenarbeit frei. Lust braucht Probe und in der Schellbergstraße proben die drei.
"Es entsteht nur etwas, wo es nicht steht." (Wolfgang Rihm)

Werkauswahl

Aktuelles Programm:
Russische Musik des 20. Jahrhunderts

Galina Ustwolskaja (1919-2006) _ _ Trio (1949)
Igor Strawinsky (1882-1971) _ _ Die Geschichte vom Soldaten. Suite (1919)
Elena Firsowa (*1950) _ _ Verdehr-Terzett op. 45 (1990)
Aram Chatschaturjan (1903-1978) _ _ Trio (1932)

 

Ebenso im Repertoire

Frankreich - Russland - Frankreich

Ida Gotkovsky (*1933) _ _ Trio (1990)
Igor Strawinsky (1882-1971) _ _ Die Geschichte vom Soldaten. Suite (1919)
Darius Milhaud (1892-1974) _ _ Suite "Le voyageur sans bagage" op. 157b 1937

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Gerd Vierkötter (*1966) _ _ Atlantikpassage für Klarinette, Violine und Klavier
zu Projektionen auf drei Leinwänden (2010)
UA durch das Schellberg-Trio

Russische Musik
des 20. Jahrhunderts

Existentieller Ernst und fröhlicher Nihilismus, urbane Weltläufigkeit und Beschwörung der Volksseele – das Programm des Schellberg-Trios mit drei Werken russischer Komponistinnen und Komponisten des 20. Jahrhunderts steckt voller Gegensätze.

Galina Ustwolskajas Trio fordert mit seinem unbedingten Ausdruckswillen, seiner ungeheuerlichen Konzentration und Intensität das Hören heraus – eine Musik, für die ein anderer Komponist einmal das starke Bild eines Laserstrahls wählte.
Igor Strawinskys Geschichte vom Soldaten trifft dagegen grandios den weltläufigen Tonfall abgebrühter Ironie: eine Sachlichkeit, lange bevor von „Neuer Sachlichkeit“ die Rede war. 
Elena Firsowas Verdehr-Trio liegt das Gedicht „Ich habe das Wort vergessen, welches ich sagen wollte“ von Ossip Mandelstam zu Grunde und so prägt ein lyrisch-erzählender Ton dieses expressive und weitgespannte Werk.
Das Trio von Aram Chatschaturian schließlich sucht mit Erfolg den volksmusikalischen Ton in der Kunstmusik. Heraus kommt ein ausgesprochen erdverbundenes Stück Musik, dessen melodische Orientalismen und rhythmischen Energieschübe süchtig und – glücklich machen können.

Rike Kohlhepp

Studium der Violine in Stuttgart, Alfter und Würzburg. Rege improvisatorische Konzerttätigkeit in festen und spontanen Ensembles; Kammermusik und Soloprojekte; viele Begegnungen mit anderen Künsten: Ausstellungen, Lesungen, Performances, Tanzaufführungen, LandArt. 2001 Nominierung für das 6. Nachwuchsforum der Gesellschaft für Neue Musik.
Aktuelle Ensembles: BLANK, mit Andreas Krennerich, Saxophone; Duo Perlato mit Barbara Brauckmann, Violoncello; Schellberg Trio mit Stefan Hülsermann, Klarinette und Martin Stortz, Klavier; Trio Fortagne mit Ingala Fortagne, Sopran, Andreas Krennerich, Saxophone. Unterrichtstätigkeit: Geigenunterricht, Kammermusikprojekte und Improvisationsworkshops

Martin Stortz

Studium Klavier, Schulmusik, Musikwissenschaften. Stipendiat der Württembergischen Kunststiftung. Frühes Interesse an zeitgenössischer Musik, speziell in interdisziplinären Bereichen, Mitbegründer des Ensembles “gelber Klang“, Platten- und Rundfunkaufnahmen. Solistisch und kammermusikalisch international tätig in Galerie-Projekten (Staatsgalerie Stuttgart, Chemnitz, Fondation Beyeler Basel etc.), sowie in den Bereichen Tanz, Literatur, Video, Film und Performance. Mitglied des Schellberg-Trios, ensemble balance, visualpiano mit Laurenz Theinert. Als Liedpianist seit mehreren Jahren konzertierend tätig mit der holländischen Sopranistin Margit Boekman. Pädagogisches Engagement und Musik-Projekte mit Jugendlichen, seit 1994 bei „balance Forum für Musik“ Stuttgart.
www.martin-stortz-farbklang.de

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